Die Wand

Londons Finanzplatz ist geprägt von klaustrophobischer Enge. Eine Parallelwelt, in der sich nur diejenigen aufhalten, die sich den kapitalistischen Spielregeln unterwerfen. Man erkennt sie an ihren Uniformen und den gehetzten Blicken. Die Bühne, auf der sie sich bewegen, ist eingemauert von einer erdrückend mächtigen Architektur. In meiner Serie wird dieser Ort zum Sinnbild einer dystopischen Gesellschaft und zu einer Parabel auf den Brexit. Denn die dort vollzogene Trennung der Gesellschaftsschichten lässt sich auf die europäische Ebene übertragen: auf Englands Bau einer gesellschaftlichen Mauer – dem Austritt aus der EU.